Lebenslauf

*1929  + 1998
Was würdevoll gestaltet ist, kann überleben und wird nicht leichtfertig und unüberlegt weggeworfen
(Werner Eikel)
 

Am 30. Mai 1929 wird Werner Eikel als drittes Kind des Lehrers Anton Eikel und seiner Ehefrau Martha, geb. Rüenbrink, in Hagen/Westfalen geboren. 

Besuch der Volks- und Oberschule, sowie Gymnasium in Paderborn während des Krieges. Erste Bekanntschaft mit früheren Handschriften und Inkunabeln, die die Liebe zur Schriftkunst weckten. 

Eine Jugendausstellung der Stadt Hagen im Karl Ernst Osthaus Museum bot Werner Eikel die erste Gelegenheit, Arbeiten öffentlich zu zeigen. Die Stadt unterstützte seine Bewerbung an die Akademie der Bildenden Künste in Freiburg/Breisgau. 

Volontariat in einem graphischen Betrieb in Hagen, wo er die Sparten Fotographie, Chemiegraphie, Schriftsatz, Buch- und Offsetdruck sowie das graphische Atelier kennenlernte. Zusätzlich besuchte Werner Eikel noch die private Malschule Krüger in Hagen. 

Nach Vorlage von erstellten Arbeiten bei Prof. Dr. August Hoff wird Werner Eikel in die Kölner Werkschulen im Sommersemester 1949 aufgenommen. Schwerpunkte waren Grundlehre, Grafik-Design, Schrift, Satz und Druck, Freie Graphik und Fotografie.

1954 Ernennung zum Meisterschüler 

1955 Selbständiger Grafik-Designer in Köln mit eigenem Colorlabor.

Ein Auftrag, Pergamente hebräisch zu beschriften und die Anerkennung für die über Nacht erlernten fremden Schriftzeichen gaben der Kalligraphie in seinem Schaffen erneut den Vorrang. Werner Eikel wagte sich mit den ersten Schriftblättern an die Öffentlichkeit, bald mit Asstellungen im In- und Ausland, so auch bei Ernst Fuchs in Wien, dessen positives Urteil sein weiteres Vorhaben wesentlich bestärkt hat.

Das Bestreben, eine dem Original ebenbürtige Wiedergabe zu erreichen, führte zur Gründung eines eigenen Offizins, das unter dem Namen „Dreikönigspresse zu Köln“ Schutzrechte erhielt. Die bibliophilen Werke, die ich seither unter diesem Namen herausgebracht wurden , sind neben großformatigen Mehrfarben-Einblattdrucken auch Broschüren, Chroniken und Bücher.

Seit 1972 erteilt Werner Eikel neben seiner freiberuflichen Tätigkeit Kunstunterricht an zwei Gymnasien in Leverkusen, den er mit sehr viel Freude ausübte. 

Diverse Ausstellungen, Vorträge und Kurse 

1980 Dozententätigkeit an der Fachhochschule Aachen

1984 Berufung zum ordentlicher Professor an Fachhochschule Aachen

1987 Gründung der Gesellschaft Ars Scribendi – Internationale Gesellschaft zur Förderung der Literatur- und Schriftkunst e.V.

Am 17.6.1998 verstarb Werner Eikel in Aachen an den Folgen seiner langjährigen Krankheit.